Jo füttert einen Hund aus dem Tierheim. Im Hintergrund die Arche Noah Teneriffa.

Volunteering und Weltreise

Volunteering und Weltreise

Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu and’rer Glück. Denn die Liebe, die wir geben, kehrt ins eig’ne Herz zurück — Marie Calm

Während unserer Reise durch Spanien haben wir zum ersten mal Hunde in einem Tiergeschäft zum Verkauf gesehen. Es war offensichtlich, dass es den Tieren nicht gut ging. Aus dieser traurigen und hilflosen Situation heraus entstand der Wunsch, ihnen zu helfen.

Ein paar Welpen zum Verkauf in einem kleinen Glaskasten. Ohne Spielzeug, lediglich etwas Einstreu und Wasser.

Ein ähnliches Bild, zwei Huskies im Glaskasten. Alle Hunde zeigten sich komisch schläfrig

Aber wie? Jo hat viel im Internet recherchiert und verschiedene Tierheime in Portugal, Spanien und auf den Kanarischen Inseln gefunden, die wir kontaktierten, um nach Möglichkeiten für Volunteering-Plätze zu fragen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einfaches Fragen oft die beste Möglichkeit ist. Im Internet gibt es viele Organisationen die vermitteln, dass man mehrere tausend Euro für ein Volunteering ausgeben muss. Dem ist nicht so! Natürlich gibt es bestimmt auch spezielle Organisationen die vielleicht mit den Kosten Unterkünfte, Essen o.ä. bezahlen aber es geht auch anders. So haben wir es mittlerweile mehrfach erfahren.

Die erste Ansprechpartnerin, die uns geantwortet hat, war Anna. Ihre Antwort war so herzlich, dass wir schnell beschlossen haben, den Winter auf den kanarischen Inseln zu verbringen, unter anderem auf Teneriffa. Wir durften vier Wochen lang Teil von etwas sein, das mehr Wert ist als alle Schätze dieser Welt. Frühes Aufstehen gehörte wieder zum Alltag, wir haben unzählige Hundehaufen weggeräumt und schmerzende Füße vom Gassi gehen bekommen. Aber vor allem haben wir so viel Spaß und Freude erlebt, dass wir gar nicht mehr aufhören wollten. Es war schön, zum Beispiel mit Carlos zu kuscheln oder eine zusätzliche Runde mit Filomeno zu laufen. Die Dankbarkeit und Freude, die wir dafür zurückbekommen haben, ist unbeschreiblich.

Georg bekommt ein Küschen von Philomeno, einem Jagdhund-Mischling.

Georg übt Fahrrad fahren mit Mania, eine sehr aufgeweckten Hündin.

Unsere Zeit bei Arche Noah Teneriffa fühlte sich an wie in einer großen Familie aufgenommen zu werden. Unser kleiner blauer Bus durfte auf dem Gelände geparkt werden, das später zu einem Freilaufgehege wurde, und dort durften wir auch wohnen. Wir haben uns sehr gut mit den anderen Volunteers verstanden. Die meisten von ihnen lebten im Haupthaus (der Finka) und hatten jeweils ein eigenes Zimmer. Das Badezimmer und die Küche wurden gemeinsam genutzt, und auch wir waren dankbar, nach der Arbeit immer eine erfrischende Dusche genießen zu können. Unser Tag begann um 8:00 Uhr morgens. Wir haben Futter vorbereitet, sauber gemacht und sind anschließend mit den Hunden spazieren gegangen.

Außerdem haben wir einen kleinen Agility-Park gebaut, um den Hunden kleine Herausforderungen zu bieten, die sie zusammen mit uns meistern konnten. Die Reaktionen der Hunde waren unglaublich. Selbst die ängstlichsten unter ihnen blühten richtig auf, und aufgeregte Hunde konnten sich auf die neuen Aufgaben konzentrieren.

Jo trainiert mit einem Hund auf dem selbsgebauten Agility Park.

Doch nicht nur die Vierbeiner, auch wir haben hier unglaublich viel gelernt. Beispielsweise muss ein Hund aus dem Auslandsschutz nicht immer ein unbekannter Fall sein. Oder ein erwachsener Straßenhund. Und, dass schwarze Hunde und Katzen es schwerer haben, ein Zuhause zu finden. Aber wir haben auch viel über uns selbst gelernt. Die Arbeit hier hat uns zum Nachdenken angeregt und uns gezeigt, wie gerne wir mit den Tieren arbeiten, ihnen etwas beibringen und gemeinsam Abenteuer erleben.

Jo übt mit zwei Hunden sitz, während sie ihnen die Belohnung zeigt.

Jo sitzt lachend im Hundezwinger während sie zwei Hunde aus der Hand füttert.

Die Arbeit in Tierheimen und das Engagement im Tierschutz gehören mittlerweile zu unseren Reiseabenteuern dazu, und alles begann genau hier: Bei der Arche Noah Teneriffa. Wir möchten uns bei dem gesamten Team und allen Volunteers herzlich bedanken. Oh, und da gibt es noch etwas Besonderes! Während unseres Aufenthalts haben wir Nelly, unsere zweite Hündin, adoptiert. Sie ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres kleinen Reiserudels und hält uns mit ihrer verspielten Art ordentlich auf Trab. Durch sie wird ein Stückchen Arche Noah immer mit uns reisen!

Willst du auch ein Volunteering starten? Dann melde dich doch zum Beispiel einfach mal bei der Arche Noah und starte dein Ehrenamt auf der kanarischen Insel!